Österreich bei der Fußball-Europameisterschaft 2020

Österreich bei der Euro 2020

Österreichs Fußballnationalmannschaft konnte sich für die Europameisterschaft 2016 erstmals auf sportlichem Wege qualifizieren.

Österreichs Fußballnationalmannschaft konnte sich für die Europameisterschaft 2016 erstmals auf sportlichem Wege qualifizieren. Als Co-Gastgeber mit dem Nachbarland Ungarn war die österreichische Auswahl jedoch bereits für die Endrunde 2008 fix qualifiziert. In beiden Bewerben erreichte das Team je ein Remis – 2008 endete das Match gegen Polen 1:1, 2016 punktete Österreich mit einem 0:0 gegen Portugal. Den beiden Teilnahmen stehen 13 erfolglose Qualifikationen gegenüber. In der ewigen Bestenliste der Teilnehmerländer steht Österreich mit 2 Unentschieden und 4 Niederlagen aus 6 Spielen an 32. und somit vorletzter Stelle.

Trainer und Kader

Trainiert wird das österreichische Nationalteam in der laufenden EM-Qualifikation vom deutschen Franc Foda, der in seiner Spieler- und Trainerkarriere beim SK Sturm Graz seine größten Erfolge feierte und als absoluter Kenner des österreichischen Fußballs gilt. Im aktuellen 23-Mann-Kader befinden sich nicht weniger als 18 Spieler, die bei Clubs in der deutschen Bundesliga angestellt sind. Der vielleicht bekannteste Deutschland-Legionär ist wohl der 27-jährige David Alaba vom FC Bayern München. Alaba gehört dem Nationalteam seit 2009 an und brachte es bereits auf 71 Einsätze.

Bei dieser großen Zahl an Bundesliga-Legionären ist es nicht verwunderlich, dass mit Julian Baumgartlinger auch der aktuelle Kapitän sein täglich Brot in Deutschland verdient. Der 31-Jährige streift im Fußballalltag das Dress von Bayer Leverkusen über. Weitere bekannte Deutschland-Legionäre sind Aleksandar Dragovic (Leverkusen), Martin Hinteregger (Frankfurt), Stefan Ilsanker und Marcel Sabitzer (beide Frankfurt) sowie die zuletzt im offensiven Mittelfeld für Furore sorgenden Louis Schaub (Köln) und Valentino Lazaro (Hertha Berlin).

Mit derzeit 83 Einsätzen im Nationaltrikot ist Marko Arnautovic Rekordhalter unter den aktiven Teamspielern. Der kürzlich zu Shanghai gewechselte ehemalige Premier-League-Star ist mit 25 Treffern im Nationalteam auch der torgefährlichste Mann der aktuellen Auswahl. Aus der österreichischen Bundesliga sind es vor allem Spieler von Serienmeister Salzburg (Torhüter Stankovic, Abwehrspieler Ulmer) und vom Europa-League-Starter LASK (die Debütanten Schlager im Tor und Goiginger im Mittelfeld), die kürzlich in die Nationalelf einberufen wurden. International bekannte Spieler wie Sebastian Prödl (Watford) und Alessandro Schöpf (Schalke 04) gehören aktuell dem erweiterten Kader an.

Qualifikation

Nachdem das Team mit zwei Niederlagen gegen Polen (0:1 zuhause) und Israel (2:4 auswärts) denkbar schlecht in die aktuelle Qualifikation gestartet war, ist die Chance auf die erfolgreiche Qualifikation nach zwei Siegen im Juni und einem Sieg sowie einem Remis im September 2019 noch intakt. Im Juni konnte Slowenien in Klagenfurt durch ein Tor von Guido Burgstaller mit 1:0 bezwungen werden, in den darauffolgenden beiden Partien gab es mit dem 4:1 gegen Nordmazedonien und dem 6:0-Kantersieg gegen Lettland die höchsten Siege der laufenden Qualifikation. Mit einem torlosen Remis konnte im sechsten Gruppenspiel ein Punkt aus Warschau mitgenommen werden. Mit insgesamt fünf Treffern im aktuellen Bewerb ist es einmal mehr Marko Arnautovic, der den Löwenanteil an der österreichischen Torausbeute hält.

Vor den letzten vier Qualifikationsspielen liegt Österreich auf Zwischenrang drei. Auf Leader Polen weist man drei Punkte, auf Verfolger Slowenien einen Punkt Rückstand auf. Vor dem Heimspiel gegen Israel, das pikanterweise vom österreichischen Rekordnationalspieler Andreas Herzog trainiert wird, ist bei Team, Fans und Medien wieder eine gewisse Aufbruchstimmung wahrnehmbar.